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Unterweseranpassung


Einführung Vorhaben

 

Einführung

Das Land Niedersachsen hat im Jahr 2000 eine Anpassung der Unterweser an die Entwicklungen im Schiffsverkehr beim Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) beantragt. Das BMVBW nahm den Antrag an und beauftragte die ihr nachgeordnete Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) – vertreten durch die Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nordwest (WSD NW) – mit der Durchführung der im Rahmen der Bundesverkehrswegeplan-Methodik notwendigen Untersuchungen.

Basierend auf den Ergebnissen dieser Untersuchung hat das BMVBW in Abstimmung mit dem Land Niedersachsen für die Anpassung der Unterweser eine Ausführungsvariante ausgewählt und das Vorhaben als neues Projekt in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) 2003 aufgenommen. Da es sich bei dem Vorhaben um den Ausbau einer Bundeswasserstraße nach § 12 Abs. 2 Wasserstraßengesetz (WaStrG) handelt, bedarf es vor einer baulichen Umsetzung nach § 14 Abs. 1 WaStrG einer Planfeststellung.

Vorbereitende Arbeiten werden von der WSD NW – vertreten durch die Projektgruppe Weseranpassung – derzeit durchgeführt.

Begründung

Das im Jahr 2000 vom Land Niedersachsen beantragte Vorhaben "Anpassung der Unterweser an die Entwicklungen im Schiffsverkehr" ist in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplan 2003 aufgenommen worden.

Entlang der Unterweser ist bei Weser-km 41 der Hafen Brake und von Weser-km 6 bis 11 der Hafen Bremen angesiedelt.

Bedingt durch die unmittelbar und mittelbar an diesen Hafenstandorten gelegenen Industrien wie z.B. die Futtermittel- und Getreideindustrie in Brake und die Stahlindustrie in Bremen, dominieren Massengutschiffe den Schiffsverkehr auf der Unterweser. Containerschiffe hingegen tragen nur einen sehr geringen Anteil zum Verkehrsaufkommen bei.

Eine Besonderheit der Massengutschifffahrt ist, dass die Schiffe nach Bedarf eingesetzt werden, was zur Folge hat, dass nicht die ständige tideunabhängige Erreichbarkeit eines jeweiligen Zielhafens entscheidend ist, sondern ein möglichst hoher Auslastungsgrad der Schiffe. So verkehren die Massengutschiffe auf der Unterweser generell tideabhängig. Problematisch gestaltet sich dabei, dass die derzeitige tideabhängige Erreichbarkeit des Hafens Brake auf Schiffe mit einem Abladetiefgang von maximal 11,90 m und des Hafens Bremen von maximal 10,70 m beschränkt ist. Diese Restriktionen entsprechen jedoch nicht mehr den ökonomischen Anforderungen der Hafenwirtschaft und Reedereien.

Um Wettbewerbsnachteile aufgrund unzureichender Fahrrinnentiefen zu vermeiden und die Wettbewerbsposition der Häfen entlang der Unterweser zu sichern und auszubauen, ist daher eine Anpassung der Unterweser zwischen Nordenham und dem Hafen Bremen unter Berücksichtigung der neuen Anforderungen der Hafenwirtschaft und Reedereien vorgesehen. Eine Vertiefung der Unterweser auf eine tideabhängige Erreichbarkeit des Hafens Brake für Schiffe mit einem Abladetiefgang von maximal 12,80 m sichert dabei die Konkurrenzfähigkeit der bestehenden sowie zukünftigen Futtermittel- und Getreidetransporte nach Brake gegenüber den direkten Wettbewerbshäfen in Belgien und den Niederlanden. Die zukünftige Erreichbarkeit des Hafens Bremen für Schiffe mit einem Abladetiefgang von maximal 11,10 m gewährleistet und verbessert insbesondere die Wirtschaftlichkeit der Transportgüter Eisenerz und Kohle [PLANCO Consulting GmbH, 2002].

 

 
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© www.weseranpassung.de          04.10.2010 22:04